Musar wurde 1979 auf der Weinmesse in Bristol in England über Nacht bekannt, als sämtliche Verkoster dem Wein hohe Punktzahlen gaben. Dieses Ereignis ebnete den Weg für die weiteren Erfolge von Château Musar und brachte dem libanesischen Wein weltweit ein hohes Ansehen. 1984 wurde Serge Hochar als „Man of the year“ vom renommierten Decanter Magazine ausgezeichnet. Neben zahlreichen Goldmedaillen von der Vinexpo-Bordeaux und Vinalies-Paris erhielten die Weine gute Kritiken in der internationalen Presse. Die angesehene New York Times schrieb z.B.: „Vintage after vintage, it is exceptional in quality“.

Die Namen von Detlef Rick und Serge Hochar waren seit ewiger Zeit miteinander verbunden und beiden zusammen ist die große Bekanntheit des Weingutes in Deutschland zu verdanken.

Detlef Rick als Weinenthusiast mit dem Mut, überhaupt einen libanesischen Wein auf einen festgefahrenen Markt zu bringen. Serge Hochar als Perfektionist, der stets den besten Wein schaffen wollte.

Serge Hochar ging einen eigenen Weg, der ihn von der Massenproduktion fernhielt. Die Rotweine von Château Musar sind in der Tat außergewöhnlich. Nach sieben bis acht Jahren sind Sie zwar einigermaßen trinkreif, aber immer noch weit weg vom Ende ihrer Reifung. Sie sind über alle Maßen lagerfähig und befinden sich frühestens nach bis zu 15 Jahren Reifung in der Flasche auf dem Höhepunkt der Entwicklung. Und damit nicht genug. So sind Jahrgänge bis zurück in die sechziger Jahre auch heute noch ein unvergleichlicher Genuss.

Nur Detlefs Ars Gustandi war damals bereit, unter hohem Risiko die Markteinführung dieses kleinen Weingutes voranzutreiben, was letztendlich, wenn auch unter vielen Mühen gelang, und danach weiter zu begleiten. Serge Hochar unterstützte ihn dabei mit einer Begeisterung, die heute nur noch selten zu finden ist.

Inzwischen werden Weine vieler Newcomer aber auch der anderen im Libanon seit langer Zeit etablierten Weingüter in Deutschland angeboten und Ars Gustandi hatte einigen von Ihnen den Weg geebnet. Aurora, Chateau St. Thomas, Ixsir, Chateau Kefraya, Chateau Nakad erfreuen sich schon einiger Bekannheit. Doch auch kleine Winzer werden bald mit Ihren Sptizenweinen für reichlich Überraschung sorgen.

Kurios, dass Serge Hochar und Detlef Rick die Welt zu einer Zeit, in der für die libanesische Weinszene ein gewaltiger Umbruch begann, nahezu zeitgleich verließen. Doch das soll nicht das Ende sein.

So wird Ars Gustandi auch weiterhin Weine von Musar führen und neben den Newcomern des Libanon stets ein Sortiment der besten aktuellen aber auch der Altjahrgänge vorrätig haben, denn Musar bleibt weiterhin der Wegbereiter für den libanesischen Wein.